SPD

Sommertour 2020 – Tag 14

Albertinen-Krankenhaus – Landesfrauenrat - Austausch macht Schule/ Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch/ Youth for Understanding – Jüdisches Bildungszentrum Chabad Lubawitsch Hamburg

Meine Sommertour begann an diesem Tag mit einem Besuch im Schnelsener Albertinen-Krankenhaus. Unsere Krankenhäuser und das Gesundheitswesen haben in den vergangenen Monaten Enormes geleistet. In kürzester Zeit wurden bspw. im Zuge der Pandemie Kapazitäten in der Intensivmedizin erhöht und große Umstellungsprozesse in den Kliniken organisiert. Das zeigt zum einen, wie leistungsfähig unser Gesundheitswesen ist und zum anderen, wie engagiert die Menschen in diesen Berufen ihre Arbeit machen.

Das gilt besonders auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Immanuel Albertinen Diakonie. Darüber konnte ich mich mit dem Vorstandsvorsitzenden Matthias Scheller austauschen. Weitere Themen waren u.a. die Erfahrungen rund eineinhalb Jahre nach der Fusion des Hamburger Albertinen-Diakoniewerks mit der Berliner Immanuel-Diakonie und die Situation am Gesundheitsstandort Hamburg. Und natürlich war der Termin auch noch einmal eine Gelegenheit, persönlich Danke zu sagen – für die großartige Arbeit, die im Gesundheitswesen – nicht nur in den vergangenen Monaten – Tag für Tag geleistet wird.

Nächste Station war ein Austausch mit dem Vorstand des Hamburger Landesfrauenrates, der rund 300.000 Hamburgerinnen vertritt und als Verband mit großem Engagement für die Gleichberechtigung von Frauen  in allen Lebensbereichen eintritt.  Wir konnten u.a. darüber sprechen, wie wir mit unserem Sitz im UN-Sicherheitsrat unser Schwerpunktthema „Frauen, Frieden und Sicherheit“ voranbringen können. 

Am Mittag habe ich mich dann mit verschiedenen Organisationen - u.a. Austausch macht Schule, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch und Youth for Understanding - über ihre Arbeit ausgetauscht. Das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen ist gerade in turbulenten politischen Zeiten ein wichtiger Baustein für Frieden und Völkerverständigung. Deswegen müssen Jugend- und Schüleraustausche dringend gefördert und gepflegt werden. Aber natürlich leiden auch diese Organisationen derzeit sehr unter den Corona-bedingten Reisebeschränkungen. Gesprochen haben wir auch darüber, wie man insbesondere die jungen Menschen noch besser fördern kann, die diese Möglichkeiten der Austausche von ihren Eltern nicht ermöglicht bekommen können. Ein sehr gutes Gespräch, das auch viele Erinnerungen an prägende Austausche nach Nicaragua und Polen in meiner Jugendzeit hervorgerufen hat. Vielen Dank!

Bei unserem anschließenden Besuch im Jüdischen Bildungszentrum Chabad Lubawitsch Hamburg wurde uns ein besonders herzlicher Empfang bereitet. Rabbiner Shmuel Havlin und Rabbiner Shlomo Bistritzky begrüßten uns in dem historischen Gebäude in der Rothenbaumchaussee 19, das derzeit aufwendig saniert wird. In dem 1877 durch einen jüdischen Arzt erbauten Haus, lernen bspw. heute 60 jüdische Kinder ihre Traditionen und Religion. Durch die Gründung von Chabad Lubawitsch Hamburg vor 17 Jahren sowie der Wiedereröffnung der Talmud-Tora-Schule wurde das jüdische Leben in Hamburg erheblich bereichert. Ziel des Bildungszentrums ist es, das jüdische Leben in allen Formen zu ermöglichen und lebendig zu gestalten. Neben Rabbiner-Ausbildung, Sonntagsschule, Bildungskursen und religiösem Leben, ist u.a. auch ein Laden mit koscheren Produkten und ein Restaurant geplant. Auch in Verbindung mit der Jüdischen Gemeinde gab es viele Themen zu besprechen: Die positive Entwicklung von Schule und Kita im Grindel-Viertel sowie die mögliche Wiedererrichtung der Synagoge am Bornplatz. Hierzu soll nun im nächsten Schritt - und mit breiter politischer Unterstützung - eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Wir werden diese Themen weiter eng begleiten. Vielen Dank für die vielen Einblicke und den offenen Austausch. Ich habe mich sehr gefreut, dass neben Marc Schemmel auch unser Eimsbütteler Bezirksamtsleiter Kay Gätgens und Moritz Altner aus der SPD-Bezirksfraktion bei diesem besonderen Termin dabei waren.

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