SPD

Sommertour 2020 – Tag 4

Osterstraße – Betriebsrat Karstadt – Grindelviertel - Veranstaltung: „Die ganze Stadt im Blick“ mit Melanie Leonhard

Der vierte Tag meiner Sommertour stand ganz im Zeichen der lokalen Wirtschaft und des Einzelhandels. Bereits im April hatte ich mich vor Ort mit Geschäftsinhabern in der Osterstraße getroffen und mich zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgetauscht. Am Donnerstag ging es erneut zum Rundgang in das Bezirkszentrum meines Wahlkreises. Zusammen mit Mitgliedern des Vereins Osterstraße e.V. habe ich mir ein Bild über die aktuelle Situation gemacht. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Berichte der Geschäftsleute trotz der aktuellen Situation größtenteils positiv waren. Man sieht der Zukunft mit Zuversicht entgegen. Im Weltladen Osterstraße (der ausschließliche umweltfreundlich hergestellte und fair gehandelte Produkte führt) habe ich mich über das Thema Lieferkettengesetz unterhalten, das auch für die SPD auf Bundesebene einen hohen Stellenwert hat.

Eines der nächsten Projekte der Interessengemeinschaft in der Osterstraße ist die Pflege und Bewässerung der kleinen Beete in der Einkaufsstraße. Denn das schöne Wetter ist doch Segen und Fluch zugleich. Der öffentliche Raum und die Aufenthaltsqualität haben gleichzeitig eine große Bedeutung für die Einkaufsstraßen. Die Pflege ist aber auch für das Stadtklima relevant.

Mit dem Betriebsrat von Karstadt habe ich mich nach meinem Rundgang durch die Filiale Osterstraße über die Lage des Konzerns, die Schließungspläne und die Auswirkungen für die Beschäftigten unterhalten. Die bundesweite Schließung von Galeria-Filialen (ehem. Karstadt & Kaufhof) ist ein schwerer Schlag für viele Beschäftigte. Auch in Hamburg müssen Standorte schließen. Die Karstadt-Filiale an der Osterstraße wird glücklicherweise weiter machen können. Das Haus ist immer noch ein wichtiger Ankerpunkt in Eimsbüttel. Doch auch die Allgemeinpflicht von Tarifverträgen und die Beschäftigungsverhältnisse bei den Produzenten (Stichwort: Lieferkettengesetz) waren wichtige Themen. Vielen Dank für die guten Gespräche.

Der Weg führte mich weiter ins Grindelviertel. Das früher jüdisch geprägte Quartier ist für seine tolle Architektur, kleinteiliges Gewerbe und die angrenzende Uni bekannt. Mit der örtlichen Interessengemeinschaft vom Grindel e.V. konnte ich mich bei einem Rundgang über die gegenwärtige Situation für die hiesigen Geschäfte informieren.
Weitere Themen waren die Nutzungen der öffentlichen Plätze für Veranstaltungen und Märkte oder die Planungen zum Wiederaufbau der ehemaligen Hauptsynagoge am Bornplatz.
Mit Eberhard Gugel, dem Besitzer des Logos, konnte ich mich anschließend über die schwierige Lage für Clubs und Kulturschaffende austauschen. Gerade die Clubs sind von der Krise besonders hart getroffen und wir alle hoffen, dass es - neben den vielen Unterstützungsprogrammen von Bund und Stadt - bald auch wieder eine gute Perspektive für Kulturschaffende und unsere Clubkultur gibt.

Am Abend fand schließlich die erste meiner Online-Veranstaltungen im Rahmen meiner Sommertour 2020 statt. Unter dem Titel „Die ganze Stadt im Blick“ – habe ich zusammen mit Hamburgs Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard einen Blick auf die aktuelle politische Lage in Hamburg geworfen. Welche Schwerpunkte hat sich der rot-grüne Senat für die neue Legislatur vorgenommen und welche Projekte sind für die Menschen im Bezirk Eimsbüttel besonders wichtig? Wie kommt die Stadt durch die Corona-Pandemie? Wie klappt es mit der Öffnung der Schulen und wie ist Hamburg auf eine eventuelle  „zweite Welle“ vorbereitet? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Austausches – ebenso wie die zahlreichen Fragen, die uns Live über Zoom erreicht haben. Das Video der Online-Veranstaltung können Sie sich hier ansehen.

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