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Red Hand Day

Ein wichtiges Zeichen am internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten

12.02.2020

Jedes Jahr unterstütze ich die Aktion "Rote Hand" bzw. "Red Hand Day". Zum Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, am 12. Februar, ruft die Organisation UNICEF alle Regierungen weltweit auf, sich stärker für einen Stopp dieser schweren Kinderrechtsverletzung einzusetzen. Auch in Deutschland beteiligen sich viele Kinder und Jugendliche an der Aktion und setzen mit roten Handabdrücken ein Zeichen um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen.

Delegation vom Jugendbeirat UNICEF Deutschland

In der Woche davor bekam ich Besuch von Vertreter*Innen des Jugendbeirates von UNICEF Deutschland. Die Delegation war zum „Red Hand Day“ in mein Büro nach Eimsbüttel gekommen und wir konnten uns in einem langen Gespräch austauschen. Auch in Berlin fand eine tolle Aktion durch die Kinderkommission des Deutschen Bundestages statt. Am 11. Februar, also einen Tag vorher, konnten die Abgeordneten des Bundestages bei der "Aktion Rote Hand" ihren roten Handabdruck als Zeichen gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldaten zeigen. Die gesammelten roten Handabdrücke werden dann der UN-Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte, Virginia Gamba als Signal des Parlaments gegen den Einsatz von Kindersoldaten übergeben.

Mit Yasmin Fahimi MdB

Kindersoldaten sind in den meisten Ländern verboten. Trotzdem sind laut UNICEF weltweit nach wie vor Zehntausende Mädchen und Jungen in Konfliktregionen in den Reihen von Streitkräften und bewaffneten Gruppen. Sie werden dadurch auf brutale Weise ihrer Kindheit beraubt und traumatisiert. Die Mädchen und Jungen müssen schwere Gewalt miterleben und teilweise selbst begehen. Diese Erlebnisse sind traumatisch für die Kinder, und ihre Wiedereingliederung in ein ziviles Leben ist ein schwieriger Prozess.

Es gibt keine gesicherten Zahlen darüber, wie viele Kindersoldaten und Kindersoldatinnen es weltweit gibt. Manche Schätzungen gehen von bis zu 250.000 Kindersoldaten weltweit aus, aber Beweise gibt es nur in deutlich weniger Fällen. Die Vereinten Nationen veröffentlichen jedes Jahr einen Bericht über schwere Menschenrechtsverletzungen an Kindern in Konflikten. Auf dieser sogenannten „Liste der Schande“ stehen momentan rund 50 Armeen und bewaffneten Gruppen. Aber es gibt auch Fortschritte: Rund 65.000 ehemalige Kindersoldaten konnten in den vergangenen zehn Jahren befreit werden.

Waffen gehören nicht in Kinderhände! - Eine Position die ich sofort unterschreibe

Der „Red Hand Day“ findet jährlich am 12. Februar statt, dem Tag, an dem 2002 das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern als Soldaten in Kraft trat. Bis heute sind ihm 168 Staaten beigetreten. Deutschland hat das Zusatzprotokoll im Dezember 2004 ratifiziert.

Der "Red Hand Day" ist eine gute Aktion um auf den schlimmen Missstand der Kindersodat*innen aufmerksam zu machen

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