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Eidelstedt

Nicht nur dank der vielfach noch erschwinglichen Miet- und Grundstückspreise ist Eidelstedt ganz am nordwestlichen Rand von Hamburg ein beliebter Ort für Familien. Das heutige Stadtbild des durch mehrere Verkehrsachsen in fünf größere Wohngebiete zerteilten Eidelstedt prägen vor allem Wohnhäuser aus den 1950er bis 1970er Jahren. Nicht allzu weit vom viel befahrenen Eidelstedter Platz entfernt liegt die Lohkampsiedlung, die im Wettbewerb um „die beste Eigenheimsiedlung“ in Hamburg regelmäßig vordere Plätze belegt.

Im Unterschied zu vielen anderen Stadtteilen hat Eidelstedt auch ein echtes Zentrum, das 1986 eröffnete Eidelstedt Center. Es soll 2018 umgebaut werden und wird dann noch mehr regionale Angebote bieten. Dreimal in der Woche findet zudem in Eidelstedt ein stets gut besuchter Wochenmarkt statt.

Gleich nebenan bietet das 1981 in einem ehemaligen Schulgebäude eröffnete Stadtteilkulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus ein breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Bürgerhauses Eidelstedt wird durch den Bund mit 1,9 Millionen Euro aus dem Programm „National bedeutsame Maßnahmen des Städtebaus“ gefördert. Ich freue mich, dass unsere Bemühungen auf allen Ebenen erfolgreich waren.

Mit Holger Börgartz und Nicola Schulz-Bödeker

Die Eidelstedter Kita Johanneskirche wird vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Sprache & Integration“ mit einer zusätzlichen halben Stelle gefördert. In Eidelstedt leben viele Bürgerinnen und Bürger, die aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt zu uns nach Hamburg gekommen sind. Das spiegelt sich auch bei den Kindern wider, die mit vielen verschiedenen Muttersprachen in diese Kita kommen. Gerade deshalb ist die finanzielle Unterstützung des Bundes für die Sprachförderung sehr wichtig.

Der älteste noch bestehende Verein in Eidelstedt ist die Liedertafel Hoffnung, die nach einer Fusion mit Sangesfreunden in Schnelsen mittlerweile Männerchor Eidelstedt-Schnelsen von 1862 e.V. heißt. Größter Sportverein ist der SV Eidelstedt von 1880 e. V. mit rund 7.500 Mitgliedern. Er ist in vielen Bereichen Vorreiter und Vorbild für andere Vereine in der Stadt. Beispielsweise bei den Kooperationen mit Hamburger Schulen, im Bereich des Inklusionssports oder der Förderung wichtiger Sozial- und Jugendprojekte in unserem Bezirk. Getragen wird dies natürlich von einer Vielzahl ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit einigen Jahren betreibt der SV Eidelstedt mit Erfolg das Lehrschwimmbecken an der Lohkampstraße.

Am Eidelstedter Furtweg entsteht neben zwei Kunstrasenplätzen, Sprintstrecke und Weitsprunganlage auch ein neues Vereinsgebäude. Nach einigen Verzögerungen, für die die nutzenden Vereine SV Eidelstedt und SV Lohkamp/Krupunder viel Geduld aufbringen mussten, wird das Projekt 2017 endlich fertig gestellt.

Im Führerhaus des neuen ICE 4

Seinen wirtschaftlichen Aufstieg zu Beginn des 20. Jahrhundert verdankt Eidelstedt der Bahn. Die gute Verkehrsanbindung lockte eine Vielzahl unterschiedlichster Industriebetriebe in den Stadtteil. Die Kehrseite des Aufschwungs waren Industrie-Emissionen, die in den Nachbarstadtteilen als „Eidelstedter Düfte“ berüchtigt waren. Sie sind mittlerweile aber längst verflogen. Als Arbeitgeber ist heute u.a. die Bahn mit dem ICE-Betriebswerk in Eidelstedt präsent. Dort werden die Züge nicht nur repariert, sondern auch kontrolliert und aufbereitet. Das Werk ist aber auch Heimat des ICE 4. Um für den ICE 4 gerüstet zu sein, investiert die Deutsche Bahn in Eimsbüttel viel Geld für Infrastruktur und für Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hamburg als neue Heimat des ICE 4 sichert langfristig den Standort Eidelstedt und unterstreicht die Attraktivität des Bezirks Eimsbüttel als Wirtschaftsstandort.

Mein Tipp: das Heimatmuseum im Bürgerhaus und der Sola-Bona-Park, im Sommer auch das Freibad des Schwimmvereins Poseidon am Olloweg