Was mich geprägt hat

Die Oma aus Belgien

Bei meiner Großmutter habe ich mich stets geborgen gefühlt. Weil meine Mutter in Antwerpen geboren wurde und meine Großmutter Belgierin war, gehöre auch ich zu den Hamburgern mit Migrationshintergrund. Dass uns das von anderen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern unterscheidet, war meiner jüngeren Schwester und mir jedoch lange Zeit nicht bewusst. Warum das so ist, habe ich in dem Sammelband „Politik ohne Grenzen – Migrationsgeschichten aus dem Deutschen Bundestag“[1] beschrieben. 

 

Geschichtsverständnis durch den Opa

Ich bin überzeugt, dass sowohl mein Wunsch als auch meine Fähigkeit zur Einmischung eng mit der Geschichte meiner Familie zusammenhängen. Denn nicht zuletzt durch seine engen familiären Verbindungen nach Belgien hatte sich mein Großvater kritisch mit seinen früheren politischen Überzeugungen während der Nazizeit und seinen Handlungen als Soldat im Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt. Ich bin froh und sehr dankbar, dass er seine Gedanken schon früh in langen, intensiven und oft auch kontroversen Gespräche mit mir geteilt hat. Sein selbstkritischer Blick auf die eigene Vergangenheit hat mich stark geprägt und in meinem Engagement gegen jede Form des Rechtsextremismus, Faschismus und Rassismus bestärkt. Unsere Gespräche, die bis heute andauern, haben sicherlich auch dazu beigetragen, dass ich mich für ein Geschichtsstudium entschied.

 

Der Vater bei der Lufthansa

Als Kind habe ich es geliebt, meinen Vater bei seiner Arbeit als Elektriker bei Lufthansa zu besuchen. Von ihm habe ich auch meine Begeisterung für Flugzeuge geerbt. Dass ich als Erster meiner Familie studieren konnte, habe ich auch der sozialdemokratischen Bildungspolitik zu verdanken. Deshalb engagiere ich mich für ArbeiterKind.de[2].

 

Schülervertretung

Ich habe mich früh entschieden, nicht andere über mich bestimmen zu lassen, sondern mich einzumischen. Bereits mit 14 Jahren habe ich mich in der SchülerInnenkammer Hamburg[3] engagiert. Davon ahnte ich bei meiner Einschulung natürlich noch nichts.

 

Sport

Sport im Verein gemeinsam mit meinen Freunden hat mir als Kind und Jugendlicher viel Spaß gemacht. Vor allem Fußball und Leichtathletik – Hoch- und Weitsprung – hatten es mir angetan. Inzwischen bin ich allerdings eher ein Sportmuffel, obwohl ich gerade im Wahlkreis die allermeisten Wege zu Fuß zurücklege.

 

Musik

Musik spielt in meinem Leben eine große Rolle. Leider ist heute nicht mehr genug Zeit für eine eigene Band. Gerne besuche ich aber weiterhin Konzerte und greife auf Feiern und Reisen spontan zur Gitarre. 

 

Schüleraustausch in Nicaragua

Eine der prägendsten Erfahrungen für mein internationales Engagement war der Jugendaustausch in die Hamburger Partnerstadt León[4] in Nicaragua im Sommer 1992.

 

Internationales Treffen in Mexiko

Beim World Council der International Union of Socialist Youth (IUSY)[5] 1998 in Mexiko war neben vielen anderen Freunden aus aller Welt auch Federica Mogherini[6] mit dabei. 

 

Kaffee

Kaffee ist für mich lebensnotwendig – hier in der Küche meiner Studenten-WG in der Eimsbütteler Vereinsstraße.

 

Fußball

Fußball von seiner schönsten Seite – im Stadion meines Lieblingsvereins FC St. Pauli oder wie hier beim Aufstieg 2001 nach einem Auswärtssieg! 

 

Jusos

Schon als Bundesvorsitzender der Jusos[7] bin ich für politische Gespräche nach Washington, D.C. gereist. Dadurch habe ich viel für meine heutige Arbeit gelernt.

Links:

  1. http://www.siebenhaar-verlag.de/buch/politik-ohne-grenzen/
  2. https://youtu.be/7bT1lO7UleE
  3. http://www.skh.de
  4. http://www.hamburg.de/partnerstaedte/
  5. http://iusy.org
  6. https://twitter.com/federicamog?lang=de
  7. http://www.jusos.de